Yellowpress-Blog

Januar 13, 2008

Die Yellow-Press und ich

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — yellowpressreader @ 10:07

Zur Yellowpress kam ich wie die Jungfrau zum Kinde, nein eigentlich wie der Enkel zu den Großeltern. Manche Dinge kann man sich halt nicht aussuchen.
Meine Großmutter brauchte einfach ihre tägliche Ladung Tratsch und so kaufte sie sich wöchentlich die bunten Magazine für die Hausfrau von Heute. In Zeiten als es noch keine Gameboys und nur 3 Fernsehprogramme gab musste ich als kleiner Junge irgendwie meine Zeit rumkriegen und blätterte, vom Willen meine neue erlernte Lesefähigkeit zu trainieren (gut, dass ab und an eine Praline oder Wochenend dabei war machte die Sache etwas spannender), durch die Stapel mit Infos aus der Welt der Reichen und schönen.

Irgendwann konnte meine Oma nicht mehr selber einkaufen und so war es dann an mir einmal die Woche zum Supermarkt zu eilen und ihr, neben den fürs Leben wichtigen Dingen, auch ihr Lesefutter zu besorgen. Das änderte sich, vorläufig, mit ihrem Tod 2001.

Nach etwa einem Jahr überkam meinen Opa dann eine gewisse Nostalgie, altgepflegte Traditionen sollten wieder aufgenommen werden und dazu gehörte ein ständig erneuertes Reservoir an Zeitschriften.
Es ist seltsam wie die Leute einen anschauen wenn man mit Anfang 20 plötzlich diese Hefte kauft. Irgendwann war klar, dass sie nicht für mich sind und man hat sich an der Kasse daran gewöhnt, aber wehe ich muss den Laden wechseln oder es gibt eine neue Kassiererin, die Blicke sind immer wieder faszinierend.

Da nach einer Woche neue Hefte kommen stellt sich immer die Frage, wohin mit den alten, bisher lagen die dann immer ungelesen bei meiner Mutter herum, ab und an musste ich sie mitnehmen, und nun ja was soll man sagen, man liest sie halt wenn man sie in Händen hält.

Dies soll aber eigentlich nur erklären wie ich dazu gekommen bin mich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Darum soll es in diesem Blog aber gar nicht gehen, sondern um den „Inhalt“ der bunten Blätchen, Kuriositäten oder auch die Entlarvung allzu reißerischer Titelstories.

Hier fielen mir gewisse Dinge auf. Zum einen wurden auf dem Titelblatt immer wieder reißerische Themen beworben, wegen derer man dann die 1,50€ ausgeben sollte, aber nach dem Lesen des Textes war alles anders und vor allem: harmlos. Zum anderen gibt es gewisse „Serien“, Berühmtheiten erleben über Jahre hinweg in jeder Ausgabe gerade ihre letzten Stunden (zuletzt sehr effektiv bei Klaus-Jürgen Wussow) oder aber getrennte Paare kommen seit Jahren „in den nächsten Wochen bestimmt wieder zusammen“ obwohl sie längst anderweitig verbändelt, wenn nicht gar verheiratet sind (siehe zum Beispiel Boris und Babs).

Da ich, wie gesagt, die Hefte erst nach einer oder zwei Wochen bekomme und noch nicht gewillt bin mein hart erarbeitetes Geld dafür auszugeben bitte ich um Verständnis dafür. dass dieser Blog sich nicht mit aktuellen Ausgaben beschäftigen wird, zumindest in der Regel nicht. Auch beschränke ich mich zunächst auf die 3-4 Magazine, die mein Opa liest nur hier liegen hat weil „Omma hat die ja gelesen ich interessier mich ja nich für den Mist“

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