Yellowpress-Blog

Februar 5, 2008

Angst um Ariane

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — yellowpressreader @ 7:41
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Nachdem meine Frau Mutter mich bösartig sabotiert hat und alle Zeitschriften der letzten Wochen der Rezepte willen – ja klar – an sich gerissen hat konnte ich ihr den Stapel heute entreißen und kann nun einiges abarbeiten.

Aaaalso.

In KW2 schockten uns die Zeitschriften mit der Nachricht, dass die 9 Monate junge Tochter von Maxima und Willem (für die die es nicht wissen, dass sind der niederländische Thronfolger und seine Frau) schwer krank ist.

Im Urlaub musste die kleine Ariane mit Atemschwierigkeiten zum Notarzt, was bei einem so kleinen Kind natürlich eine heikle Sache ist.

Magazin 1 ging das ganze recht neutral an. Es gab eine Schlagzeile, dass die Eltern sich große Sorgen machten aber abends schon wieder alles okay war.

Magazin 2 ging schon weiter – “Wird sie jemals wieder gesund?” prangte dort auf der Titelseite.
Die Frage stellte sich auch im Artikel noch einmal bezog sich aber auf eventuelle Spätfolgen durch den Sauerstoffmangel. Im nächsten Satz wurde jedoch gleich die Antwort gegeben dass alles gut gegangen ist. Warum dann trotzdem erst die Frage auf die Titelseite kam ist wohl klar…

Magazin 3 trumpft gleich mit einer Schock-Diagnose auf und behauptet das Kind IST (hervorhebung von mir) unheilbar krank.
Diese “Tatsache” bezieht sich auf die Tatsache, dass Arianes Vater Willem an einer Erbkrankheit leidet, die unheilbar ist und auch Atemprobleme hervorruft. Dies ist aber alles andere als bestätigt, daher lehnt man sich hier IMHO ein wenig weit aus dem Fenster…

Januar 13, 2008

Ein Blauer Fleck macht Panik – Die Queen KW01/2008

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — yellowpressreader @ 10:42
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Magazin 1 schrieb Ende des Jahres über einen merkwürdie Verfärbung am Hals der Queen Elizabeth und fragte gleich ob im Titel, ob es sich nicht um eine ernsthafte Krankheit handeln könnte

Ein Foto zeigt Queen Elizabeth II bei einem Empfang, der Nackenbereich dunkel verfärbt. Der Bildtext fragt nach ob sie sich nicht besser sorgen machen solle.

Die geneigte Leserin macht sich Sorgen und will natürlich mehr wissen, was ist passiert? Nun das ist eine verdammt gute Frage denn hier scheiden sich die YP-Geister:

im gleichen Artikel schreibt Magazin 1 “was wirklich geschah”:

Die Queen war auf dem Weg ins Bett, ist auf der Treppe über einen ihrer Hunde gestolpert, daraufhin die Treppe herab gefallen und mit dem Hals auf einen Schemel geprallt.

Warum Magazin 1 nun aus diesem Unfall nun gleich eine Panik heraufbeschwören muss und aus einem blauen Fleck eine Herzschwäche herausliest oder die Vermutung anstellt dass die Queen blutverdünnende Mittel nehmen muss das bleibt die Frage.

Auch interessant was denn nun wirklich geschah denn die Magazin 2 schreibt am 02.01.2008 zu diesem Thema einen andern Hergang.

Als die Queen mit ihren Hunden Gassi ging verhedderte sie sich in einer Leine und fiel mit dem Hals auf eien Parkbank

Anders als Magazin 1 findet man auch nicht bedenklich, dass sie sich keine Gedanken um das Hämatom macht, für  Magazin 2 ist sie dadurch “nicht nur tapfer, sondern auch selbstbewusst.”

Das Magazin 3 von 02.01.2008 beschäftigt sich natürlich auch mit diesem Thema, nicht ohne einen kleinen Seitenhieb in Richtung Komkurrenz:

Eine schwere Erkrankung, Krebs gar, sei natürlich völliger Unsinn. Die Queen wurde bei einem Ausritt von einem Ast getroffen den der Reiter vor ihr mitgenommen und losgelassen hatte und der sie dann unglücklich am Hals erwischte.

Um die Harmlosigkeit des ganzen noch zu verstärken zeigt Magazin 3 das gleiche Bild, dass man bereits aus Magazin 2 und aus Magazin 1 kennt, allerdings ist von dem blauen Fleck hier nicht mehr wirklich etwas zu sehen, Photoshop sei Dank.

Da geschriebenes ja nicht falsch sein kann denke ich es ist von allem etwas dabei.

Daher hier nun exklusiv der tatsächliche Hergang:

“Elizabeth II, befand sich auf einem Ausritt, den ihr der Leibarzt zur Kur gegen ihre Herzschwäche, ausgelöst durch eine leichte Krebserkrankung (sie hatte am Vorabend schlechten Hummer gegessen, der nun auf den Magen schlug), verordnet hatte. Da der Palast sehr groß ist ritt man direkt von ihrem Schlafzimmer aus los. An der Treppe stolperte der Reiter vor ihr über die Leine eines Corgies, sein Pferd fiel die Treppe hinab und schleuderte beim Aufprall eine Parkbank gegen den Hals von Elizabeth der zweiten. Hierbei wurde ihr Kopf abgetrennt, den sie aber tapfer und selbstbewusst selber wieder annähte. Leider hatte sie nur blaues Garn zur Hand, wodurch die Verfärbung zustande kam.”

Die Yellow-Press und ich

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — yellowpressreader @ 10:07

Zur Yellowpress kam ich wie die Jungfrau zum Kinde, nein eigentlich wie der Enkel zu den Großeltern. Manche Dinge kann man sich halt nicht aussuchen.
Meine Großmutter brauchte einfach ihre tägliche Ladung Tratsch und so kaufte sie sich wöchentlich die bunten Magazine für die Hausfrau von Heute. In Zeiten als es noch keine Gameboys und nur 3 Fernsehprogramme gab musste ich als kleiner Junge irgendwie meine Zeit rumkriegen und blätterte, vom Willen meine neue erlernte Lesefähigkeit zu trainieren (gut, dass ab und an eine Praline oder Wochenend dabei war machte die Sache etwas spannender), durch die Stapel mit Infos aus der Welt der Reichen und schönen.

Irgendwann konnte meine Oma nicht mehr selber einkaufen und so war es dann an mir einmal die Woche zum Supermarkt zu eilen und ihr, neben den fürs Leben wichtigen Dingen, auch ihr Lesefutter zu besorgen. Das änderte sich, vorläufig, mit ihrem Tod 2001.

Nach etwa einem Jahr überkam meinen Opa dann eine gewisse Nostalgie, altgepflegte Traditionen sollten wieder aufgenommen werden und dazu gehörte ein ständig erneuertes Reservoir an Zeitschriften.
Es ist seltsam wie die Leute einen anschauen wenn man mit Anfang 20 plötzlich diese Hefte kauft. Irgendwann war klar, dass sie nicht für mich sind und man hat sich an der Kasse daran gewöhnt, aber wehe ich muss den Laden wechseln oder es gibt eine neue Kassiererin, die Blicke sind immer wieder faszinierend.

Da nach einer Woche neue Hefte kommen stellt sich immer die Frage, wohin mit den alten, bisher lagen die dann immer ungelesen bei meiner Mutter herum, ab und an musste ich sie mitnehmen, und nun ja was soll man sagen, man liest sie halt wenn man sie in Händen hält.

Dies soll aber eigentlich nur erklären wie ich dazu gekommen bin mich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Darum soll es in diesem Blog aber gar nicht gehen, sondern um den “Inhalt” der bunten Blätchen, Kuriositäten oder auch die Entlarvung allzu reißerischer Titelstories.

Hier fielen mir gewisse Dinge auf. Zum einen wurden auf dem Titelblatt immer wieder reißerische Themen beworben, wegen derer man dann die 1,50€ ausgeben sollte, aber nach dem Lesen des Textes war alles anders und vor allem: harmlos. Zum anderen gibt es gewisse “Serien”, Berühmtheiten erleben über Jahre hinweg in jeder Ausgabe gerade ihre letzten Stunden (zuletzt sehr effektiv bei Klaus-Jürgen Wussow) oder aber getrennte Paare kommen seit Jahren “in den nächsten Wochen bestimmt wieder zusammen” obwohl sie längst anderweitig verbändelt, wenn nicht gar verheiratet sind (siehe zum Beispiel Boris und Babs).

Da ich, wie gesagt, die Hefte erst nach einer oder zwei Wochen bekomme und noch nicht gewillt bin mein hart erarbeitetes Geld dafür auszugeben bitte ich um Verständnis dafür. dass dieser Blog sich nicht mit aktuellen Ausgaben beschäftigen wird, zumindest in der Regel nicht. Auch beschränke ich mich zunächst auf die 3-4 Magazine, die mein Opa liest nur hier liegen hat weil “Omma hat die ja gelesen ich interessier mich ja nich für den Mist”

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